Claudio Jupe zu Gast bei der JU.
Zweifelsohne hat sich die Junge Union auf Landes- und Kreisebene in letzter Zeit sehr ausführlich mit dem Thema Integrationspolitik für Berlin beschäftigt. Die Integrationspolitik ist eines der vielen Politikfelder in Berlin, die auf jeden Fall verbessert werden müssen. Nicht umsonst hat die Junge Union dazu rechtzeitig Stellung bezogen und der rot-roten Koalition mit einem Leitantrag klar aufgezeigt, wie gute Integration aussehen kann und wie sie zum Erfolgsmodell für Berlin werden kann. Die Junge Union Charlottenburg-Wilmersdorf hat an diesem Leitantrag des JU-Landesverbandes aktiv mitgewirkt. Im April soll ein kleiner Landesparteitag der CDU Berlin ein Positionspapier zur Integrationspolitik verabschieden, in das die Forderungen im Leitantrag der Jungen Union Berlin mit einfließen. Damit will und wird die CDU Berlin ihren inhaltlichen Erneuerungsporzess fortsetzen und mit der Integrationspolitik ein weiteres wichtiges Themenfeld für sich einnehmen. Zum Abschluss der integrationspolitischen Debatte hat der JU- Kreisvorsitzende Manuel Hercygier am Dienstag Claudio Jupe zu einem Vortrag über Integration und Gesellschaft eingeladen.
Claudio Jupe ist Rechtsanwalt und Notar in Berlin sowie Vorsitzender der CDU Grunewald-Halensee. Er legt seinen politischen Schwerpunkt unter anderem auf Integration und Sicherheit.
Claudio Jupe referierte über sinnvolle Integration von Migranten im 21. Jahrhundert und die Herausforderungen unserer Gesellschaft in einer Zeit der Globalisierung und des demografischen Wandels. "Wir müssen wieder für härtere Sanktionen gegen Migranten, die sich nicht integrieren wollen, stehen und es ist nötig, dass wir eine stärkere Anpassung der Migranten, die nach Berlin kommen, fordern. Sonst nehmen Straftaten von Tätern mit Migrationshintergrund weiter zu und noch weniger Migranten werden die deutsche Sprache lernen. Das ist schädlich für unsere Gesellschaft", sagte Jupe. An dieser Stelle warf Manuel Hercygier ein, dass die Junge Union in ihrem Leitpapier bereits härtere Sanktionen einfordere und er jetzt hoffe, dass die CDU dies auch in ihre integrationspolitischen Positionen mit aufnehme. Claudio Jupe berief sich in seinem Vortrag immer wieder auch auf NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) bzw. auf das von ihm verfasste Buch "Die Aufsteigerrepublik: Zuwanderung als Chance". "Viele Dinge sehe ich ähnlich wie er. Zum Beispiel die Ausgangsthese, dass man Zuwanderung in Deutschland als Chance sehen muss. Das gilt nicht nur für Migranten", so Jupe.
Dann ging der Referent Jupe auf die Gesellschaftspolitik ein. Dabei vertritt Jupe die Meinung, dass Deutschland durch den demografischen Wandel vor noch drastischeren Herausforderungen stünde als bisher angenommen. Er verlangte zudem, dass sowohl Deutschland als auch das Land Berlin sich weiterhin parteiübergreifend mit diesen Herausforderungen beschäftige und an Lösungen arbeite. "Wir stehen vor einer gesellschaftlichen Veränderung in den nächsten Jahrzenten und dieser müssen wir uns annehmen", sagte Jupe vor den Teilnehmern der Jungen Union.
Zum Abschluss dankte JU-Chef Hercygier Jupe für sein Kommen und seinen ausführlichen Vortrag. Anschließend ging man ins "gemütliche Beisammensein" über.
[02.03.2010]